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Agilität und Persönlichkeit, Grafik: canva.com

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Unsere nationalen wie auch internationalen Märkte und Arbeitswelten verändern sich aktuell in so rasantem Tempo, dass Unternehmen und ihre Mitarbeiter mit den schnellen Veränderungen kaum noch Schritt halten können. In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, welche Voraussetzungen Menschen überhaupt mitbringen müssen, damit ein erfolgreiches Bestehen in der modernen Arbeitswelt gelingen kann.

Unbeständigkeit, Unsicherheit, Komplexität und Mehrdeutigkeit nehmen beständig zu und stellen Unternehmen mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vor große Herausforderungen. Zudem ist die viel besprochene Generation Y mit rund 20 % Anteil der Erwerbstätigen mittlerweile in der Arbeitswelt etabliert und macht sich mit  den Forderungen an flache Hierarchien, eigenständiges Arbeiten und flexible Berufswege immer mehr bemerkbar.

Der Begriff einer zunehmend wichtigeren „Agilität“ in den Unternehmen wird in diesem Zusammenhang ins Feld geführt und gilt mittlerweile nicht mehr nur in Expertenkreisen als zukunftsweisendes Leitbild für moderne Organisationen. So soll Agilität die klassischen, häufig behäbigeren Strukturen ablösen und ein Anpassen an sich stetig wandelnde Rahmenbedingungen und Anforderungen ermöglichen.

Auf welche Eigenschaften werden Unternehmen bei ihren Personalauswahlprozessen vermehrt achten müssen, wenn sie zukünftig leistungsfähiges Personal einstellen und fördern möchten?

Doch welche Voraussetzungen benötigen Menschen, um diesen Anforderungen gerecht zu werden? Welche Persönlichkeitsmerkmale und Kompetenzen befähigen Personen dazu, in den schnelllebigen, komplexen – agilen – Strukturen sicher zu agieren? Oder anders gefragt, auf welche Eigenschaften werden Unternehmen bei ihren Personalauswahlprozessen vermehrt achten müssen, wenn sie zukünftig leistungsfähiges Personal einstellen und fördern möchten?

Für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Führungskräfte spielt das Thema Veränderungsmanagement und Innovationskraft eine bedeutsame Rolle. Die Offenheit, sich flexibel mit neuen Situationen auseinanderzusetzen, sich gedanklich mit möglichen Zukunftsszenarien und -lösungen zu beschäftigen sowie eine innere Bereitschaft zur Veränderung tragen entscheidend dazu bei, ob sich jemand in agilen Strukturen zurechtfindet. Dies fällt vor allem Personen leicht, die über eine hohe Ambiguitätstoleranz verfügen, also die Fähigkeit haben, mit komplexen, mehrdeutigen Situationen und widersprüchlichen Handlungsweisen ohne großen Stress umgehen zu können.

Wenn die Verantwortung für den einzelnen steigt und hierarchische Anweisungsketten verschwinden, wächst zudem die Bedeutung des Selbstmanagements und einer guten Selbststeuerung. Nur wer in der Lage ist, sich selbst zu organisieren und zu reflektieren sowie ein gutes Bild der eigenen Stärken und Schwächen hat, wird zukünftig in der dynamischen Arbeitswelt bestehen und sich im agilen Team positionieren können.

Demokratie und Selbständigkeit auszuhalten erfordert den Mut und die Bereitschaft, weniger kontrollierend, sondern stärker beratend und als Coach den Mitarbeitern zur Seite zu stehen.

Für Führungskräfte wird es darüber hinaus von großer Bedeutung sein, Mitarbeiter in diesem Umfeld zu Eigenständigkeit und Verantwortungsübernahme zu befähigen. Dabei wird es vor allem darum gehen, die entsprechenden Rahmenbedingungen zu schaffen und Mitarbeiter gemäß des Konzepts „Empowerment“ zu entwickeln. Das bedeutet für die einzelne Führungskraft auch, gezielt loszulassen und Vertrauen in die Kompetenzen des Teams bzw. Fähigkeiten der Mitarbeiter zu entwickeln. Demokratie und Selbständigkeit auszuhalten erfordert den Mut und die Bereitschaft, weniger kontrollierend, sondern stärker beratend und als Coach den Mitarbeitern zur Seite zu stehen.

Moderne Sprachdiagnostik

Kommunikation gilt im Kontext der Agilität einmal mehr als zentraler Erfolgsfaktor für eine gelungene Zusammenarbeit und Aufgabenbearbeitung im Team.

Vor diesem Hintergrund bietet die ifp Akademie für Managementdiagnostik eine moderne Technologie an, welche die Sprache einer Person auf unterschiedliche Merkmale hin untersucht. Darüber können beispielsweise die kommunikative Wirkweise, die individuelle Belastungssituation oder sogar berufliche Motive ermittelt werden.

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Darüber hinaus gerät auch die Kommunikationsfähigkeit wieder stärker in den Fokus. Für Teammitglieder bedeutet das, sich transparent und frühzeitig auszutauschen, um Wissensinseln zu vermeiden und den gleichen Informationsstand aller Beteiligten sicherzustellen. Führungskräfte müssen darüber hinaus in der Lage sein, über die Sprache (s. Kasten links) Begeisterung für Neues zu transportieren, Überzeugungskraft zu entfalten und im Sinne der Unternehmensvision andere zu inspirieren.

Einige dieser Kompetenzen und Merkmale sind nicht leicht zu erfassen, weshalb sich auch die Einschätzung, ob jemand für die Anforderungen einer agileren Arbeitswelt bereit ist, als durchaus komplex darstellt. In diesem Zusammenhang kommt einer guten, systematischen Personaldiagnostik große Bedeutung zu.

Wie eine Studie des Harvard Business Managers zeigt, wird dieser Bedeutung im Bereich der Personalauswahl auch Rechnung getragen. Demnach arbeiten HR-Abteilungen zunehmend professionalisiert und nehmen validierte Auswahlmethoden wie bspw. multimethodale Assessment Center immer häufiger in ihren Standard auf.

Aber auch im Bereich des Talentmanagements wird es für heutige Unternehmen zunehmend wichtiger einzuschätzen, ob die Führungskräfte von morgen die persönlichen Qualifikationen mitbringen, um ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in einer komplexen, mehrdeutigen und sich ständig wandelnden Arbeitswelt kompetent und flexibel zur Seite zu stehen. Dann kann in der Folge auch eine bedarfsgerechte Personalentwicklung aufgesetzt werden.

Um diese komplexen Personalauswahl- und -beurteilungsprozesse kompetenzgeleitet und valide zu gestalten und durchzuführen,  können sich Unternehmen professionelle Unterstützung einholen. Die ifp Managementdiagnostik bietet Beratung und Unterstützung in allen Fragen der Personalauswahl und –beurteilung an und über die ifp Akademie für Managementdiagnostik können im Rahmen verschiedener Aus- und Weiterbildungen die entsprechenden Kompetenzen erworben werden.

Um in der schnelllebigen Welt auch langfristig zu bestehen und als Unternehmen für die Zukunft gerüstet zu sein, ist es neben der Beschäftigung mit den Anforderungen an die gesamte Organisation in jedem Fall wichtig, sich proaktiv und durchaus – oder gerade – mit professioneller Hilfestellung mit den Voraussetzungen und der Entwicklung der handelnden Personen auseinanderzusetzen.

Martina Janiczek, Foto: IFP
Martina Janiczek, Foto: IFP

Martina Janiczek, Leiterin Akademie für Managementdiagnostik

Martina Janiczek ist Diplom-Psychologin und kann auf eine mehr als 15jährige Erfahrung in der Managementdiagnostik zurückgreifen. Sie trat 2001 als Beraterin in das Unternehmen ein und übernahm nach über 10 Jahren als Teamleiterin in 2016 die Leitung der Akademie für Managementdiagnostik. Sie verantwortet alle Themen der Aus- und Weiterbildung rund um die Managementdiagnostik wie auch der Führungskräfteentwicklung.

Nora Zekorn, Foto: IFP
Nora Zekorn, Foto: IFP

Nora Zekorn, Beraterin

Nora Zekorn war nach Ihrem Studium der Psychologie zunächst als freie Mitarbeiterin bei einer Unternehmensberatung tätig und konnte umfassende Erfahrungen im Bereich der Eignungsdiagnostik sammeln. Seit 2016 ist sie als Beraterin in der ifp Managementdiagnostik tätig.